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Weinregion Sierra Sur de Jaén. Weinbau im Gebirge. Zwischen den Olivenhainen.

Autorenbild: Mike
Mike
vor 21 Stunden
10 Min. Lesezeit

Die Sierra Sur de Jaén liegt im Südwesten der andalusischen Provinz Jaén. Wer die Region durchquert, sieht vor allem Olivenhaine. Weinberge findet man seltener, meist an Hängen oder in höheren Lagen. Dabei wurde hier schon vor Jahrhunderten Wein angebaut.

Seit 2003 besitzt die Sierra Sur de Jaén eine anerkannte geografische Weinbezeichnung. Heute trägt sie den Status einer geschützten geografischen Angabe, kurz IGP. Das Gebiet liegt im Subbetischen Gebirge, wo heiße Sommertage auf deutlich kühlere Nächte treffen.

Einer der Weinbaubetriebe der Region ist die Bodega Marcelino Serrano in Alcalá la Real. Die Familie bewirtschaftet ihre Weinberge ökologisch und baut neben traditionellen spanischen Rebsorten auch internationale Sorten an.

Weinbau in Jaén. Eine lange Geschichte zwischen den Olivenhainen

Die Provinz Jaén gehört zu den wichtigsten Olivenölregionen Spaniens. Große Teile der landwirtschaftlichen Flächen werden für den Olivenanbau genutzt. Wein spielt heute eine wesentlich kleinere Rolle.

Das war früher anders. Der Weinbau rund um Alcalá la Real lässt sich bis in die Zeit der arabischen Herrschaft zurückverfolgen. Schriftliche Quellen berichten von Weinbergen in der Umgebung der Stadt und vom Handel mit Wein.

Alcalá la Real liegt auf rund 920 Metern Höhe. Über der Stadt erhebt sich die Festung La Mota, die über Jahrhunderte als militärischer Stützpunkt diente. Am 15. August 1341 wurde Alcalá von Alfons XI. von Kastilien erobert. Danach lag die Stadt lange an der Grenze zum Nasridenreich Granada.

Die Lage war auch wirtschaftlich interessant. Handelswege verbanden die Gegend mit Granada und anderen Städten Andalusiens.

1526 gewährte König Karl I. Alcalá la Real das Privileg, Wein in den Städten des Königreichs Granada zu verkaufen. Damit erhielt der örtliche Weinbau einen rechtlich abgesicherten Absatzmarkt.

Auch aus dem 17. Jahrhundert sind Hinweise auf die Weine der Gegend überliefert. Ein Reisebericht von 1656, den das offizielle Pflichtenheft der heutigen IGP zitiert, beschreibt Alcalá la Real als eine Stadt, die für ihre Weine bekannt war.

Wie der Weinbau an Bedeutung verlor

Im 19. Jahrhundert erreichte die Reblaus Andalusien. Das aus Nordamerika eingeschleppte Insekt befiel die Wurzeln europäischer Reben und zerstörte große Teile der Weinbergsflächen.

Nach der Reblauskrise wurden längst nicht alle Weinberge wieder angelegt. Auch in Jaén gingen Rebflächen verloren.

Im 20. Jahrhundert verstärkte sich diese Entwicklung. Besonders ab den 1950er Jahren wurden zahlreiche ehemalige Weinberge durch Olivenhaine oder andere landwirtschaftliche Kulturen ersetzt.

Erst gegen Ende des Jahrhunderts beschäftigten sich einzelne Betriebe wieder intensiver mit dem Weinbau der Sierra Sur.

Am 30. September 2003 erkannte die andalusische Landesregierung die Bezeichnung Vino de la Tierra Sierra Sur de Jaén offiziell an. Seit April 2004 ist die geografische Angabe auch auf europäischer Ebene registriert.

Was bedeutet die IGP Sierra Sur de Jaén?

Die Bezeichnung IGP steht für Indicación Geográfica Protegida, auf Deutsch geschützte geografische Angabe.

Sie beschreibt Weine, deren geografische Herkunft festgelegt ist und die bestimmte Anforderungen erfüllen müssen. Dazu gehören die Herkunft der Trauben, zugelassene Rebsorten und Vorgaben für die Erzeugung.

Die Bezeichnung Vino de la Tierra ist in Spanien eine traditionelle Angabe für diese Kategorie.

Eine IGP unterscheidet sich rechtlich von einer Denominación de Origen, kurz DO. Beide Herkunftsformen besitzen eigene Regeln. Die Zugehörigkeit zu einer der beiden Kategorien stellt für sich genommen keine Qualitätsbewertung eines Weins dar.

Das offizielle Pflichtenheft der Sierra Sur de Jaén legt unter anderem fest, dass für geschützte Weine höchstens 8.800 Kilogramm Trauben je Hektar geerntet werden dürfen. Die maschinelle Weinlese ist ausgeschlossen. Die Trauben müssen von Hand gelesen werden.

Welche Gemeinden gehören zum geschützten Weinbaugebiet?

Die IGP umfasst sechs Gemeinden vollständig: Alcalá la Real, Castillo de Locubín, Frailes, Fuensanta de Martos, Los Villares und Valdepeñas de Jaén.

Bei den Gemeinden Alcaudete und Martos gehören ausschließlich bestimmte Gebirgsflächen zum geschützten Gebiet.

Offiziell festgelegte Unterregionen innerhalb der IGP gibt es nicht. Die genaue geografische Abgrenzung erfolgt über die Gemeinden und teilweise über einzelne Katasterflächen.

Alcalá la Real ist das historische Zentrum des Weinbaus in der Region. Hier befindet sich auch die Bodega Marcelino Serrano.

Im nahe gelegenen Frailes liegt die Bodega Campoameno. Sie gehört zum Unternehmen Aceites Sierra Sur und verbindet damit die beiden landwirtschaftlichen Produkte, für die die Region bekannt ist: Olivenöl und Wein.

Klima und Böden. Warum die Höhenlage für den Weinbau interessant ist

Die Sierra Sur de Jaén gehört zum Subbetischen Gebirge. Laut dem offiziellen Pflichtenheft erstreckt sich das abgegrenzte Gebiet über Höhenlagen zwischen 700 und 1.850 Metern.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Weinberge bis auf 1.850 Meter reichen. Die Höhenangabe beschreibt die geografische Ausdehnung der Region. Tatsächlich werden Reben auf ausgewählten Flächen angebaut, darunter Weinberge auf mehr als 1.000 Metern Höhe.

Das Klima wird als mediterranes Gebirgsklima mit kontinentalen Einflüssen beschrieben.

Die Sommer sind lang, heiß und trocken. In tieferen Lagen können Temperaturen bis etwa 39 Grad erreicht werden. Im Winter wird es deutlich kühler. In höheren Gebirgslagen sind auch Minusgrade möglich.

Kühle Nächte nach heißen Sommertagen

Eine Besonderheit der Sierra Sur sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.

Im Sommer können diese laut Pflichtenheft rund 20 Grad betragen. Die Höhenlage und nordwestliche Winde tragen dazu bei, dass die Nächte nach heißen Tagen deutlich abkühlen.

Für die Weintrauben kann das günstig sein. Während Wärme und Sonnenlicht die Reifung fördern, können kühlere Nächte den Abbau der natürlichen Säure verlangsamen.

Wie sich das auf die Trauben auswirkt, hängt allerdings von der jeweiligen Rebsorte, dem Standort und dem Wetter während der Reifezeit ab.

Auch die Bildung von Farbstoffen und anderen phenolischen Verbindungen kann durch die klimatischen Bedingungen beeinflusst werden. Diese Stoffe sind besonders für Rotweine interessant, weil sie unter anderem Farbe und Gerbstoffstruktur mitbestimmen.

Die vergleichsweise geringen Niederschläge während der Reifezeit können zudem den Krankheitsdruck durch bestimmte Pilzkrankheiten verringern.

Welche Böden finden die Reben hier?

Die Böden der Sierra Sur sind überwiegend lehmig bis lehmig-tonig. Sie besitzen einen guten Wasserabzug und sind häufig leicht alkalisch.

Viele Flächen enthalten vergleichsweise wenig organische Substanz. Das kann das Wachstum der Reben begrenzen, sofern ausreichend Wasser für ihre Entwicklung vorhanden ist.

Im Weinbau ist ein gemäßigtes Wachstum häufig erwünscht. Zu stark wachsende Reben bilden viel Blattmasse, was unter bestimmten Bedingungen die Entwicklung der Trauben beeinträchtigen kann.

Auch hier gilt: Wie ein Boden auf den Wein wirkt, lässt sich nur zusammen mit dem Klima, der Rebsorte und der Bewirtschaftung beurteilen.

Welche Rebsorten wachsen in der Sierra Sur de Jaén?

Das Pflichtenheft der IGP erlaubt insgesamt acht Rebsorten. Sechs davon sind rote, zwei weiße Sorten.

Für Rotweine und Roséweine sind Garnacha Tinta, Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Pinot Noir zugelassen.

Bei den weißen Sorten stehen Chardonnay und Jaén Blanco auf der Liste.

Jaén Blanco. Eine Rebsorte mit mehreren Namen

Jaén Blanco ist besonders interessant, weil ihr Name unmittelbar auf die Provinz verweist.

Im Pflichtenheft wird die Sorte auch Baladí Verdejo genannt. Im offiziellen spanischen Sortenregister erscheint sie unter der Bezeichnung Pardina. Rebsortenkataloge führen die Sorte ebenfalls unter dem Namen Cayetana Blanca.

Cayetana Blanca gehört zu den traditionellen weißen Rebsorten Spaniens und wird unter anderem in der Extremadura angebaut.

Ihr Name taucht auch in der genetischen Abstammung portugiesischer Rebsorten auf. DNA-Untersuchungen haben gezeigt, dass Cayetana Blanca gemeinsam mit Alfrocheiro die Elternsorte von Castelão bildet.

Die Verbindung zwischen diesen Rebsorten erklären wir ausführlicher in unserem Artikel über autochthone Rebsorten.

Dass eine Rebsorte in Jaén einen eigenen regionalen Namen trägt, bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sie auch dort entstanden ist.

Weißwein, Rosé und Rotwein aus der Sierra Sur

Die Weinbauregeln der Sierra Sur erlauben Weißweine, Roséweine, Rotweine und sogenannte Claretes, also hellere Rotweine.

Bei Weißweinen werden Chardonnay und Jaén Blanco eingesetzt. Je nach Ausbau können daraus fruchtbetonte, junge Weine oder vollere Weißweine mit Holzeinfluss entstehen.

Roséweine werden aus den zugelassenen roten Sorten hergestellt. Das offizielle Pflichtenheft beschreibt sie überwiegend als fruchtig und frisch. Der tatsächliche Charakter hängt von der verwendeten Rebsorte und der Weinbereitung ab.

Bei Rotweinen reicht die Bandbreite von jungen, ohne Holzfass ausgebauten Weinen bis zu länger gereiften Reservas.

Tempranillo, Merlot und Syrah bringen je nach Standort und Reifegrad unterschiedliche Frucht- und Gerbstoffeigenschaften mit. Pinot Noir wird wegen seiner feineren Struktur eingesetzt. Garnacha Tinta kann wiederum fruchtbetonte Weine mit unterschiedlicher Intensität hervorbringen.

Und was ist mit Graciano?

Graciano wird ebenfalls in der Sierra Sur de Jaén angebaut, beispielsweise von der Bodega Marcelino Serrano.

Die Sorte stammt aus Nordspanien und ist vor allem aus der Rioja bekannt. In Andalusien gibt es außerdem die eng verwandte regionale Bezeichnung Tintilla de Rota.

Graciano gehört allerdings nicht zu den acht Rebsorten, die das Pflichtenheft der IGP Sierra Sur de Jaén aufführt. Die Sorte ist in Andalusien allgemein für den Weinbau zugelassen, aber diese Zulassung ist von den speziellen Anforderungen der geschützten Herkunftsbezeichnung zu unterscheiden.

Ein Wein kann somit aus dem geografischen Gebiet der Sierra Sur de Jaén stammen, ohne automatisch die geschützte Herkunftsangabe führen zu dürfen.

Das ist besonders bei kleineren Weingütern interessant, die bewusst mit Rebsorten arbeiten, die außerhalb der traditionellen Liste ihrer Herkunftsregion liegen.

Die Sierra Sur abseits der Weinberge

Die Landschaft der Sierra Sur wird von Olivenhainen geprägt. In den höheren Lagen gibt es zudem Waldgebiete, felsige Hänge und kleinere landwirtschaftlich genutzte Täler.

Alcalá la Real besitzt mit der Festung La Mota eine der bekanntesten historischen Anlagen der Region. Die Festung oberhalb der Stadt erinnert an die Zeit, in der sich hier die christlichen und maurischen Herrschaftsgebiete gegenüberstanden.

Wenige Kilometer entfernt liegt Castillo de Locubín. Die Gemeinde ist besonders für ihre Kirschen bekannt. Jedes Jahr im Juni findet dort die Fiesta de la Cereza statt.

Valdepeñas de Jaén liegt ebenfalls im Bergland. Das Ortsbild und die umliegende Landschaft unterscheiden sich deutlich von den ausgedehnten Olivenhainen in den tiefer gelegenen Teilen der Provinz.

Was isst man in der Sierra Sur de Jaén?

Ein bekanntes Gericht aus Alcalá la Real ist Pollo a la Secretaria, auch Pollo a la Alcaína genannt.

Dabei wird Hähnchen zusammen mit Gemüse geschmort. Je nach Rezept kommen unter anderem Paprika, Zwiebeln, Knoblauch oder Pilze hinzu. Die Sauce wird durch fein zerkleinertes Gemüse gebunden.

Einer örtlichen Überlieferung zufolge entstand das Gericht, weil bei einem gemeinsamen Essen der Reis vergessen worden war. Das Hähnchen wurde daraufhin ohne Reis fertig zubereitet.

Dazu kann ein junger, fruchtiger Rotwein gut passen, beispielsweise ein Tempranillo ohne langen Holzfassausbau.

Auch getrocknete Feigen gehören zur regionalen Küche. Aus ihnen wird unter anderem der Bollo de Higo hergestellt, eine kompakte Süßigkeit mit Nüssen und Gewürzen.

Und natürlich spielt Olivenöl eine große Rolle. Ein Stück Brot mit Olivenöl aus der Region ist in Jaén ebenso selbstverständlich wie in vielen anderen Teilen Andalusiens.

Bodega Marcelino Serrano. Familienweine aus Alcalá la Real

Eines der Weingüter, die heute in der Sierra Sur de Jaén arbeiten, ist die Bodega Marcelino Serrano.

Marcelino Serrano wurde 1947 in Alcalá la Real geboren. Schon als Kind half er seinem Vater bei der Arbeit rund um die Weinberge.

Beruflich schlug er zunächst einen anderen Weg ein. Über 30 Jahre arbeitete er als Elektriker und unterrichtete später Elektrotechnik.

Mit Wein beschäftigte er sich weiterhin. In den 1990er Jahren besuchte er verschiedene Kurse zum Weinbau und zur Weinbereitung, unter anderem in Andalusien und Rioja.

2002 begann er mit seiner eigenen Bodega am Paraje El Cascante, ungefähr zwei Kilometer außerhalb von Alcalá la Real.

Heute ist seine Tochter Blanca María Serrano als Önologin für die Weinbereitung verantwortlich.

Die Familie bewirtschaftet eigene Weinberge, teilweise auf über 1.000 Metern Höhe. Dazu gehört die Finca Las Casas de Joya bei Mures.

Ein Teil der Rebflächen dient ausdrücklich dem Versuchsanbau. Auf diesen Flächen untersucht die Familie, welche Rebsorten sich unter den örtlichen Bedingungen eignen.

Neben Tempranillo, Garnacha und Syrah gehören dazu auch Merlot, Pinot Noir, Graciano und weitere internationale Sorten.

Die Weine aus den ökologisch bewirtschafteten Flächen sind entsprechend zertifiziert. Die Kennzeichnung der zuständigen spanischen Kontrollstelle lautet ES-ECO-003-AN.

Vier Weine von Marcelino Serrano bei Biowein Iberia

Bei Biowein Iberia führen wir vier Weine der Bodega, die unterschiedliche Seiten des Weinbaus in der Sierra Sur zeigen.

Bio Roséwein Blanca Maria 2022

Der Blanca Maria Rosé 2022 wird aus Garnacha Tinta, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir hergestellt.

Die Trauben stammen aus der ökologisch bewirtschafteten Finca der Familie und werden von Hand gelesen. Der Rosé wird kühl im Edelstahltank vergoren und ohne Holzfass ausgebaut.

Er zeigt eine fruchtige, frische Seite des Weinbaus in der Sierra Sur und passt beispielsweise zu Tapas mit Gemüse oder gegrilltem Fisch.

Bio Rotwein Joven 2023

Der Joven 2023 besteht zu 100 Prozent aus Graciano.

Der Wein wird ohne Holzfass ausgebaut. Dadurch bleiben die Fruchtaromen und die für Graciano typische Säure stärker im Vordergrund.

Ich empfehle, ihn auch einmal leicht gekühlt zu probieren. Bei etwa 16 Grad kann seine frische Art gut zur Geltung kommen.

Bio Rotwein Reserva 2021, Etiqueta Negra

Die Reserva 2021 ist eine Cuvée aus Graciano, Merlot und Pinot Noir.

Laut Weingut reift sie zwölf Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche.

Die Bodega beschreibt dunkle Fruchtaromen, geröstete Noten und balsamische Anklänge. Im Abgang kommen unter anderem Eindrücke von Kakao und Menthol hinzu.

Mit 14 Prozent Alkohol und dem Holzfassausbau ist die Reserva kräftiger angelegt als der reinsortige Joven.

Bio Rotwein Gran Reserva 2020

Beim Gran Reserva 2020 verwendet die Bodega Tempranillo, Merlot und Syrah.

Der Wein reifte nach den vorliegenden Produktangaben 15 Monate in neuen Fässern aus französischer Eiche. Insgesamt wurden 2.600 Flaschen abgefüllt.

Die Familie widmet diesen Wein ihren Urgroßeltern.

Der Gran Reserva passt zu kräftigeren Speisen, beispielsweise langsam geschmortem Rindfleisch oder Wildgerichten.

Die vier Weine stammen aus demselben Familienbetrieb. Durch die unterschiedlichen Rebsorten und den jeweiligen Ausbau zeigen sie, welche Möglichkeiten die Bodega in ihren Weinbergen nutzt.

Häufige Fragen zur Weinregion Sierra Sur de Jaén

Wo liegt die Sierra Sur de Jaén?

Die Sierra Sur de Jaén liegt im Südwesten der Provinz Jaén in Andalusien, Spanien. Sie gehört zum Subbetischen Gebirge. Alcalá la Real ist das historische und wirtschaftliche Zentrum der Region.

Ist die Sierra Sur de Jaén eine DO?

Nein. Die Sierra Sur de Jaén ist eine geschützte geografische Angabe, auf Spanisch IGP. Sie wurde 2003 als Vino de la Tierra anerkannt und 2004 auf europäischer Ebene registriert. Das Pflichtenheft regelt die geografische Herkunft und die Anforderungen für geschützte Weine.

Wie hoch liegen die Weinberge in der Sierra Sur de Jaén?

Die geografisch abgegrenzte Region erstreckt sich über Höhenlagen zwischen 700 und 1.850 Metern. Das bedeutet nicht, dass in allen Höhenlagen Wein angebaut wird. Die Weinberge von Marcelino Serrano liegen teilweise auf über 1.000 Metern Höhe.

Welche Gemeinden gehören zur IGP Sierra Sur de Jaén?

Vollständig gehören Alcalá la Real, Castillo de Locubín, Frailes, Fuensanta de Martos, Los Villares und Valdepeñas de Jaén dazu. Von Alcaudete und Martos sind nur bestimmte Gebirgsflächen eingeschlossen.

Welche Rebsorten sind in der Sierra Sur de Jaén zugelassen?

Die IGP erlaubt sechs rote Rebsorten: Garnacha Tinta, Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Pinot Noir. Bei den weißen Sorten sind Chardonnay und Jaén Blanco zugelassen.

Darf Graciano in der Sierra Sur de Jaén angebaut werden?

Ja. Graciano ist in Andalusien als Rebsorte für den Weinbau zugelassen. Sie gehört allerdings nicht zu den acht Sorten, die das Pflichtenheft für Weine mit der geschützten Herkunftsangabe IGP Sierra Sur de Jaén aufführt.

Was ist Jaén Blanco für eine Rebsorte?

Jaén Blanco ist eine regionale Bezeichnung für eine weiße Rebsorte, die im spanischen Sortenregister unter Pardina geführt wird. Weitere Namen sind Baladí Verdejo und Cayetana Blanca. Die Sorte ist auch aus anderen Teilen Spaniens bekannt.

Wie schmecken Weine aus der Sierra Sur de Jaén?

Das hängt von der Rebsorte und der Weinbereitung ab. In der Region entstehen fruchtige Weißweine und Roséweine sowie junge und im Holzfass gereifte Rotweine. Die kühleren Nächte in höheren Lagen können dazu beitragen, die natürliche Säure während der Traubenreife besser zu erhalten.

Gibt es Biowein aus der Sierra Sur de Jaén?

Ja. Die Bodega Marcelino Serrano in Alcalá la Real bewirtschaftet Weinberge ökologisch und erzeugt bio-zertifizierte Weine. Die zuständige Kontrollstellennummer lautet ES-ECO-003-AN.

Welche Weine aus der Sierra Sur de Jaén gibt es bei Biowein Iberia?

Bei Biowein Iberia führen wir vier Weine der Bodega Marcelino Serrano: den Blanca Maria Rosé 2022, den reinsortigen Graciano Joven 2023, die Reserva Etiqueta Negra 2021 und den Gran Reserva 2020.


Dieser Artikel ist Teil unserer Weinregionen-Serie bei Biowein Iberia. Wir stellen iberische Weinregionen vor, die es verdienen, besser bekannt zu sein.


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